Mein Motor heißt neugier

Zu Beginn eines jeden Bildes stehe ich immer vor einer großen Herausforderung. In einer Entdeckungsreise nach Innen, den innersten Ahnungen folgend, verschmelzen die Gedanken im Kopf mit den Emotionen des Herzens.

Die geistigen und emotionalen Schwingungen wirken aufeinander, überlagern und verbinden sich zu einer Momentaufnahme. Das fertige Bild, welches ein gewisses Emotions-Potential in sich birgt, wartet auf die nächste Themenbewältigung. Es wartet auf Neuformung unter einem anderen Aspekt, in einem anderen Licht. Das Erreichte ist ein Schritt auf meinem künstlerischen Weg, aber niemals ein Ziel. Es gibt kein „Fertigsein“, nur ein ständiges Schärfen der Wahrnehmung.

Ich versuche wiederzugeben, was ich erlebe, was ich spüre: Eindrücke, die Welt der Sinne, des Geistes. Die Wirklichkeit, die ich abbilde, ist eine schrittweise reduzierte, wobei ich nicht allzu spezifische Details wiedergeben möchte, ablenkende Einzelheiten ausspare.

Meine Bilder sind bestimmt von einem Element der Klarheit, von linearer Genauigkeit. Ich liebe das Lineare. Die Linie ist in der Natur: das Rechteck, das Quadrat, der Kreis.

Jedes Bild ist ein Baustein zu meiner Lebensgeschichte, die im Laufe der Zeit entsteht. Alles, was sich in meinen Bildern zeigt, ist Teil von mir. Das wichtigste in meinem Leben ist die Neugierde. Ich muss alles erforschen, mir alles erarbeiten. Malen bedeutet für mich in einem ausgewogenen inneren Gleichgewicht zu sein, wobei es auch Momente der Melancholie geben darf…